Freundlich und tröstlich

Wed, 25 Nov 2020 10:57:58 +0000 von Ev.-luth. Kirchenkreis Uelzen

© Uwe Schlüter
Der neue Abschiedsraum verbreitet eine besondere Atmosphäre
In sanften Strahlen bricht das Sonnenlicht durch den Wald. Beim Betrachter der ausdrucksstarken Fotografie macht sich augenblicklich eine tiefe Ruhe breit. Von hinten beleuchtet, ist das halbtransparente Bild des HGZ-Mitarbeiters Uwe Schlüter zentraler Bestandteil des neuen Abschiedsraums im Neubau.
Eine Arbeitsgruppe – bestehend aus Diana Stolz (Stationsleitung 31/HFU/CPU), Stefanie Wanke-Jarchow (31/CPU), Doreen Neumann (stellvertretende Stationsleitung 83), Matthias Jarchow (Bereichsleitung HTC - ITS 83) und Klinikseelsorgerin Birgit Hagen – kümmerte sich in Absprache mit Technik-Leiter Michael Sprogis um die Ausgestaltung des Raums. Denn auch wenn in einem Krankenhaus Heilung und Therapie im Vordergrund stehen, gehört doch auch der Tod dort zum Leben und Alltag.
Eine freundliche und tröstliche Atmosphäre sollte in dem neuen Raum geschaffen werden, sagt Birgit Hagen. „Gerade auch, wenn Angehörige nicht beim Sterben dabei sein konnten, vielleicht erst aus der Ferne anreisen mussten, kann es für ihre eigene Trauer wichtig sein, die Möglichkeit zu haben, den Verstorbenen noch einmal zu sehen und ihn anrühren zu können. Das erleichtert das Begreifen.“ In geschützter Atmosphäre könne hier Abschied genommen werden. Allerdings könne auch weiterhin auf der jeweiligen Station des Verstorbenen Abschied genommen werden.
Neben der Wald-Fotografie vervollständigen ein mehrarmiger Leuchter sowie drei Holzstelen die Gestaltung des neuen Abschiedsraums. Die Stelen bieten Platz für einen Engel aus Olivenholz, der in Jerusalem gefertigt wurde, für ein Kreuz aus Olivenholz und eine (elektrische) Kerze. Sechs bequeme Stühle und ein Sideboard wurden auch angeschafft. Die Stiftung „Herz und Seele“ hat sich mit der Anschaffung von Kreuz und Engel und der Bereitstellung von verschiedenen Schriften und kleinen Gegenständen an der Gestaltung beteiligt.
Birgit Hagen betont: „Der Raum ist offen für Menschen aller Konfessionen, Kulturen oder Religionen.“ Auf Wunsch gestaltet sie – oder ein anderer, eigener Seelsorger – den Abschied und begleitet die Trauernden. 
Quelle: HGZ