Stiftung Herz und Seele

Die Stiftung Herz und Seele wurde gegründet, um die Klinikseelsorge am Herz- und Gefäßzentrum Bad Bevensen durch eine langfristige Finanzierung eines Viertels der Seelsorgestelle zu erhalten.

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(aus der  „StippVisite“ 02/2018, S. 4):

Geschützter Raum für Herz und Seele

Unsere Klinikseelsorge bietet auch Mitarbeitern Unterstützung in Krisenzeiten
Eigentlich bräuchte meine Seele auch mal was ... ", sagte neulich eine Mitarbeiterin seufzend, als sie auf dem Weg zu einem Patienten die Seelsorgerin traf. Wie recht sie hat! Die beruflichen Anforderungen im Klinikalltag sind für Pflegende, Therapeuten und Ärzte enorm. Tagtäglich müssen sie schwierige Situationen meistern und werden mit existenziellen Fragen seitens der Patienten und Angehörigen konfrontiert. Das lässt sich bei Dienstschluss nicht immer wie ein Kittel ablegen. Umgekehrt lösen sich beim Betreten der Klinik auch die privaten Nöte nicht einfach auf, ebenso wenig die Sorgen um kranke oder pflegebedürftige Angehörige sowie die eigene Trauer nach Tod, Trennung und anderen Abschieden. Um Patienten weiterhin angemessen beistehen zu können und dabei selbst körperlich und seelisch gesund zu b leiben, braucht es Raum, um Belastendes mitteilen und Bewältigungsstrategien entwickeln zu können. Auch allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des HGZ steht in solchen Fällen die Klinikseelsorge zur Verfügung, und zwar unabhängig von der religiösen Zugehörigkeit. Die Angebote umfassen vertrauliche Einzelgespräche, Reflexionsgespräche im Team sowie weitere seelsorgliche Begleitung. Diese Aufgaben hat die Stiftung Herz und Seele mit im Blick, wenn sie sich mit ihren vielfältigen Aktionen für den dauerhaften Erhalt der Seelsorgearbeit im HGZ engagiert. So sollen schon jetzt aus den Zinserträgen des Stiftungskapitals Fortbildungsangebote für Klinikmitarbeiterinnen und -mitarbeiter finanziert werden. Für den 22. November etwa ist ein Fortbildungstag zum Thema „Trauer am Arbeitsplatz - eine Herausforderung für Führungskräfte“ geplant. Im Rahmen ihrer jährlichen Pflegekonferenz werden sich die pflegerischen Stationsleitungen des HGZ mit diesem Thema beschäftigen. Die Referentin Annika Schlichting von der Beratungsstelle CHARON in Hamburg wird ihnen Wege aufzeigen für einen gesunden und authentischen Umgang mit trauernden Menschen im Arbeitsteam. Wie können sie diesen im Spannungsfeld zwischen persönlicher Fürsorge und beruflichen Anforderungen gerecht werden? Die Rolle als Führungskraft steht hierbei im Fokus. Das Kuratorium freut sich, mit Sabine Gerhardt ein neues Mitglied gefunden zu haben, das dieses Anliegen unterstützt. „Es ist uns wichtig, dass es unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern körperlich und seelisch gut geht, unsere Patienten und deren Angehörige spüren es in jedem Fall“, sagt unsere Pflegedirektorin. „Es ist ein wichtiger Beitrag zur Gestaltung des HGZ als gesundheitsförderndes Krankenhaus.
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„Miteinander leben –
füreinander da sein bis ins hohe Alter“

„Das Älterwerden und der damit einhergehende demografische Wandel sind von enormer Relevanz und eine der Herausforderungen dieser Zeit“, sagt Prof. Dr. Gerhard Wimmer-Greinecker, Ärztlicher Direktor des Herz- und Gefäßzentrums Bad Bevensen in seiner Einladung zum Forum HGZ, welches am Sonntag, 4. November von 10 bis 16 Uhr stattfindet..

Dafür wurde ein spannendes Programm zusammengestellt: Gleich zu Beginn befasst sich der Impulsvortrag von Prof. Stefan Müller-Teusler (Geschäftsführer „Der Paritätische Uelzen“) mit den Besonderheiten des Alter(n)s im ländlichen Raum. – Verschiedene Informationsstände geben Anregungen und laden zum Gespräch ein über „neue Wohnraumkonzepte für das Leben im Alter“, Potenziale der freiwilligen Nachbarschaftsarbeit oder auch Chancen der Tagespflege.

Auch Bewährtes darf auf dem Forum HGZ nicht fehlen: Im Herz-Café gibt es lokale süße und salzige Köstlichkeiten. Es präsentieren sich Vertreter zahlreicher Initiativen und Einrichtungen aus der Region, außerdem gibt es Anregungen rund um die Themen Soziales und Gesundheit.

Info-Faltblatt: „Forum HGZ“ – Gesundheit. Kunstwerk. Soziale

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„Hauptsache gesund?!“ – Workshop-Wochenende der Stiftung Herz und Seele in Bad Bevensen

„Hauptsache gesund!?“ – So lautete das Motto einer Veranstaltungsreihe vom 24. bis 26. März 2017 in Bad Bevensen. Die Stiftung Herz und Seele, die sich für den Erhalt der hauptamtlichen Seelsorge am Herz- und Gefäßzentrum Bad Bevensen einsetzt, hatte zu einem Podiumsgespräch, verschiedenen Workshops und einem Gottesdienst eingeladen.

Den Auftakt bildete am Freitag, 24. März, ein überaus gut besuchtes Podiumsgespräch im Kurhaus Bad Bevensen zum Thema: „Hauptsache gesund! … und wenn es anders kommt?“ Moderiert von Andreas Kunze-Harper, Pastor im Zentrum für Seelsorge der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers, diskutieren Vertreter aus dem Gesundheitswesen, Kultur und Gesellschaft mit Anne Schneider und dem ehemaligen Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Nikolaus Schneider. Die jüngste Tochter des Ehepaares starb an Leukämie, Anne Schneider selbst erkrankte an Krebs.

Am folgenden Tag standen im Herz- und Gefäßzentrum Workshops für Mitarbeitende, Betroffene und Interessierte auf dem Programm. Das Themenspektrum reichte von musiktherapeutischen Impulsen für den Umgang mit Schwerkranken über Gedanken zum Umgang mit Krankheit und Tod bis zur Frage nach Trost.

Den Abschluss bildete ein Sonntags-Gottesdienst mit Nikolaus Schneider in der Dreikönigskirche Bad Bevensen.